imess bietet für die Holzindustrie ein Inline-Prüfmodul, das unvollständige Lackierungen auf Dielenfasen bedienerunabhängig erkennt und per Schnittstelle der kundenseitigen Steuerung signalisiert. Die 100 % Kontrolle erfolgt im Durchlauf und arbeitet mit einer Zeilenkamera je Dielenseite.

Hochwertige Holzdielen werden in der Produktion mit Fasen versehen. Neben der wertigen Optik sind die Kanten durch den Einsatz von Fasen geschützt. Die Fasen können sowohl längsseitig (2 pro Diele) oder umlaufend (4 pro Diele) in das Holz gefräst werden. Anschließend erfolgt die Lackierung im Längs- bzw. zusätzlich im Quertransport. Prozessbedingt kann es vorkommen, dass der Lack von der Lackrolle nicht gleichmäßig aufgetragen wird. Diese Fehlteile müssen erkannt und entsprechend markiert werden.

Jede Fase wird von den Kameras erfasst und die aufgenommenen Bilder in der Prüfsoftware ausgewertet. Möglich ist die exakte Bestimmung durch einen innovativen technologischen Ansatz, der sich die Reflektionseigenschaft des Lacks zu Nutzen macht. Somit hat die Lackfarbe keinen Einfluss auf die Messung.

Maximal zulässige Fehlergrößen sowie Toleranzen werden im Menü artikelspezifisch verwaltet. Bei Überschreitungen erhält der Bediener sofort ein Signal, sodass die entsprechende Diele nachlackiert bzw. ausgeschlossen werden kann. Hohe Vorschubgeschwindigkeiten von 130 m / Min. in Längsrichtung stellen das System aufgrund leistungsstarker Kamerahardware und intelligenter Programmierung vor keinerlei Probleme.

Messergebnisse werden in der Software dokumentiert und können zur Archivierung problemlos exportiert werden. Die Kommunikation mit dem kundenseitigen Netzwerk ermöglicht es die Daten der digitalen Qualitätskontrolle einzubinden und liefert einen Beitrag zur Industrie 4.0.